Kundeninfo vom Februar 2005
Liebe Geschäftsfreunde
Plötzlich waren alle unsere Sorgen nicht mehr so gross oder eigentlich keine mehr. Mehr als jede andere Katastrophe zuvor hat uns die Flutwelle vom 26.12. in Asien aufgerüttelt und uns vor Augen geführt, wie gut es uns doch geht. Wer nicht selbst oder durch Angehörige und Freunde unmittelbar betroffen ist, darf sich glücklich schätzen und die Solidarität und Spendenfreudigkeit aller Nationen gibt sicher Anlass zu Hoffnung, dass sich generell das Verhältnis reich zu arm wenigstens ein bisschen verbessern wird.
„Wenn es dabei bleibt, dass einer Milliarde Menschen 80 Prozent der Ressourcen zur Verfügung stehen und den andern fünf Milliarden nur 20 Prozent, wird sich an unseren Problemen nichts ändern.“ Diese Worte stammen von Weltbank-Direktor James Wolfensohn. Bemerkenswert ist, dass er diese Aussage vor dem „Tsunami“ ausgesprochen hat. Jetzt haben sie noch viel mehr an Bedeutung gewonnen.
Nur eine gerechtere Umverteilung allein kann längerfristig Frieden und eine bessere Weltordnung bringen. Sicher ist dies durch die tragischen Ereignisse vielen Leuten erst bewusst geworden. Leider sind es immer noch zu viele Entscheidungsträger, die an dieser Realität vorbei leben oder politisieren. Es werden immer noch falsche Massstäbe gesetzt. Aber durch unser Verhalten im Alltag, sei es durch Kauf von fair produzierten und gehandelten Gütern, durch verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen, durch die Wahl kritischer, engagierter Politiker (oder noch besser eigenes Engagement), durch die Unterstützung guter Projekte, können wir alle unseren Beitrag leisten, im Kleinen muss es beginnen...
Noch nie bin ich so nachdenklich in ein neues Jahr gestartet, und Ihnen wird es gleich ergangen sein. Lassen wir uns nicht vom Alltag abstumpfen, denken wir wieder mehr an die grossen Probleme der Menschheit.
Ganz herzlich Ihr Hubi Oetterli


