Unsere Zertifizierungen

Kundeninfo vom März 2009

Liebe Geschäftsfreunde

Betrügerische Machenschaften werden bestraft. Das heisst bis zu einer gewissen Deliktsumme. Vorausgesetzt, die Behörde ist kompetent und integer. Andernfalls genügt es für die Delinquenten, wenn sie brandschwarz lügen. Es geschieht ihnen nichts. Sie dürfen sich weiterhin die Taschen füllen. Was braucht es wohl noch, bis der Aufstand der Bürger, der Aktionäre „Depotstimmen“), der „Normalen“ endlich ausbricht? Wann kommen die früheren und heutigen Verantwortungsträger der UBS endlich vor den Richter? Mehr fällt mir hier zu dieser Geschichte nicht mehr ein.

Es stimmt einfach nichts mehr in unserer globalisierten Welt. Ungerechtigkeiten auf Schritt und Tritt. zB. Die Post. Im Innern finden Sie den Leserbrief von Urs Huber aus Niedergösgen. Was er in der NZZ vom 21.2. schreibt trifft den Nagel auf den Kopf. Oder lesen Sie in der neuen Nummer des Beobachter den Artikel „Kuriere arbeiten zu Hungerlöhnen“. Auch wir müssen diese Dienstleistung des gelben Riesen beanspruchen, bei dem die Kuriere einen Hungerlohn von Fr. 13.75 pro Stunde (brutto!!!) erhalten. Was sollen wir tun? Die Deutsche Post beauftragen? Wir werden jedenfalls dort abklären, wie es mit der Entlöhung ihres Personals aussieht und dann entscheiden.

Ein ganz normaler Tag in meinem Alltag: eine Zollstelle verlangt ein Denaturierungszeugnis für einen Wein, den wir vor ca. einem Jahr importiert hatten.  Weil er genügend Gesamtsäure aufwies, mussten wir keine Denaturierung vornehmen. Aber wir sind beweispflichtig. Das heisst für uns Suchen der Papiere und Dokumente, Kopieren und an den Weinlieferanten und die Zolldirektion einsenden, Aufwand über 1 Stunde. Dann herrscht Stille. Bis eine Kundin aus der Ostschweiz anruft, und mitteilt, dass der Lebensmittel-Inspektor einen Attest verlange, um festzustellen, wo der Unterschied zwischen  keimfrei filtriertem Bio Essig und pasteurisiertem Bio Essig liege! Dabei möchte ich schon lange Kundenbesuche abstatten. Ich fahre übers Land und lese die Parole: „unsere Partei setzt sich ein für die KMU“ steht da auf einem gelben Wahlplakat. Ich muss aufpassen, dass ich nicht von der Strasse abkomme! Könnte ja sein, dass ich das Plakat umfahren würde.

Herzlichst bis zum nächsten Mal, vorausgesetzt, der Staat hat uns noch nicht enteignet oder die Lizenz zum Bruttosozialprodukt herstellen entzogen.

Ihr Hubert Oetterli

- Zurück zu: Kundeninfo