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Kundeninfo vom Juni 2009

Anfang April war Novartis Chef Daniel Vassella (Einkommen 2008 = 40 Mio. Franken) gehindert worden, an der Uni Zürich einen Vortrag zu halten. Wegen der Proteste von Studenten wurde der Anlass abgesagt und Herr Vassella durfte nur in einem kleinen, elitären Kreis sein Referat halten.

Ganz anders ein paar Wochen später, als ein Vortrag von Nestlé VR Präsident Peter Brabeck (Einkommen 2008 = 20 Mio. Franken) angekündigt wurde. Er referierte über die drohende Welt-Nahrungsmittelkrise, Ursache ist für ihn der „mangelnde Fortschritt in der Landwirtschaft“ was im Klartext heisst, man muss mehr aus den Böden herausholen, was bestimmt die Branche von Herrn Vassella wiederum freuen wird. In diesen Zusammenhang gehört das Abholzen von Tropenwäldern, das hat er aber nicht erwähnt, hingegen müsse vermehrt auf Biokraftstoffe gesetzt werden.. Diese sind sehr bewässerungs-intensiv, das Problem der Wasserknappheit kam dann immerhin auch noch zur Sprache, aber nicht in diesem Zusammenhang.

Wenn ich auf dem Spaziergang vor einem kleinen Bauernhof einen Brücken-wagen  entdecke, auf dem ca. zwei Tonnen „Ammoniak-Salpeter 40 %“ bereit liegen, die der Landwirt anderntags auf einem Maisfeld verteilt, so ist für mich nur klar, dass ich nur noch Bio Milch konsumieren werde.

Das ganze Problem liegt nicht in der Produktivität, sondern im Bevölkerungswachstum auf unserem Planeten. Nur wollen das die Wirtschaftsführer und Spitzenpolitiker nicht wahr haben. Sie predigen Wachstum und Geburtenförderung, auch wenn die Ressourcen immer knapper werden und unser Planet so noch schneller zerstört wird.

Zum Glück gibt es auch noch intelligente Leute, namentlich möchte ich hier zwei Namen  erwähnen: der Schweizer Oekonomieprofessor Reiner Eichenberger hat die Zeichen der Zeit erkannt, in der NZZ vom 23./24.5. hat er in einem hervorragenden Interview die Dinge beim Namen genannt, auf Wunsch senden wir Ihnen einen Abdruck davon. Und in England gibt es den Prince Charles of Wales, ein grosser Fröderer des bio-dynamsichen Landbaus mit Projekten in Grossbritannien und Rumänien. Er beweist in der Praxis, dass sich die chemiefreie Landwirtschaft auf die Dauer lohnt und langfristig mehr Ertrag bringt als die chemische und genmanipulierte Produktion von Lebensmitteln.

So darf man auch hier noch etwas Hoffnung hegen…

Mit den besten Wünschen bis zum nächsten Mal

Ihr Hubi Oetterli, Kleinunternehmer & Einzelkämpfer

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