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Kundeninfo Juni 2010

Liebe Geschäftsfreunde

Sehr wahrscheinlich erwarten Sie jetzt meinen Kommentar zur Euro Krise. Es wurde aber schon alles geschrieben und berichtet, was es zu sagen gibt. Jetzt kann man wählen zwischen Realität und Wahrheit, letzteres berichten noch einige wenige Verlage und Radio TV Sender, oder dann dem, was uns die Politiker erzählen. Ein Charmeur aus Paris und ein Schlitzohr aus Rom bringen es fertig, eine Ex Kommunistin in Berlin zu erpressen. (750 Milliarden Euro! EU-Staaten geschätzte 150 Billionen Euro Schulden!) Man stellt einmal mehr mit Befremden fest, dass Politiker leider kein gelernter Beruf ist und keine Ethik voraussetzt. Wenn der Präsident der deutschen Bundesbank und jener der europäischen Zentralbank übergangen werden, wenn die Verfassung nicht mehr eingehalten wird, wenn der Rechtsstaat ausgehebelt wird, so muss man all die Lügen, die da aufgetischt werden, nicht mehr kommentieren. Aber gut sieht diese europäische Zukunft nicht aus.

Soeben haben die Spitäler des Kantons Solothurn den grössten Kaffeeauftrag für drei Jahre wieder zu einem Dumpingpreis an einen Röstkonzern vergeben, der im Besitz eines ausländischen Hedge Founds ist. Den Einkäufern ist nichts vorzuwerfen, sie haben einen Sparauftrag und müssen das billigste Produkt einsetzen und pro Tasse Kaffee ein paar Rappen einsparen. Es gibt andere Kantone, bei denen die Regierung vorschreibt, dass nachhaltig eingekauft wird, nämlich Fair Trade Kaffee bei lokalen Röstern, die Arbeitsplätze bieten und Steuern bezahlen. Nicht so in der Republica Chiquita Solodurensis. Da hat man eine so genannte Wirtschaftsförderung und die schreiben dann einen Gratulationsbrief, wenn die Firma 115 Jahre alt wird. Das isch doch au öppis.

Und schliesslich konnte ich die Nachfolge mit einem dynamischen Nachfolger regeln, er ist übrigens vom Kanton Bern in den Kanton Solothurn umgezogen. Ohne Wirtschaftsförderung. Da soll der Oetterli nicht immer jammern.

Herzlichst Ihr Hubi Oetterli

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