Unsere Zertifizierungen

Kundeninfo vom Juli 2007

Liebe Geschäftsfreunde

Eigentlich kann ich mich glücklich schätzen. Meine Frau unterstützt mich nämlich nicht nur im Geschäft, nein, sie ist auch noch eine ausgezeichnete Köchin. Sie kann nicht nur Chüngeli & Polenta oder frischen Fisch zubereiten, nein, sie weiss sogar, wie man Tee kocht. Und wenn sie diesen in den Kühlschrank stellt, haben wir einen ausgezeichneten Eistee, Hausmarke.

Das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Convenience ist angesagt. „Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen um sich werfen“, sagt ein Sprichwort. Und es stimmt: auch wir haben Eistee Instant im Angebot. Das macht sicher an vielen Orten Sinn, wo es gar nicht möglich ist, den Eistee selbst zu produzieren.

Als mir aber kürzlich ein Insider erzählte, dass eine der meist getrunkenen Eistee-Marken der Schweiz in Deutschland in einer Entfernung von weit über 1'000 km hergestellt, in Pet-Flaschen abgefüllt und in die Schweiz gekarrt wird, da musste ich ganz einfach den Kopf schütteln. Globalisierung total. Wir im „Wasserschloss“ Schweiz mit erstklassigem Wasser. Sie fragen sich doch oft auch, wenn Sie eine lange Lastwagen-Kolonne überholen, was die da wohl geladen haben. Vielleicht Eistee aus Sachsen-Anhalt oder vielleicht Röstkaffee aus Bremen?

Es gibt aber auch grosse Eisteemarken, die in der Schweiz produziert werden. Den Hauptanteil, nämlich Zucker, beziehen diese Firmen aus…Brasilien!

Für Schweizer Produzenten bedeuten die Transportkosten einen wesentlichen Preisfaktor. Wir bezahlen Schweizer Löhne, CH-Preise für Anlagen und Fahrzeuge, und eine enorme LSVA-Abgabe auf unseren kurzen Distanzen. Es scheint, dass sich Transporte lohnen, je weiter die Distanz geht. Da wäre wieder einmal die Politik gefragt, um hier Rahmenbedingungen zu schaffen, die gesundem Menschenverstand entsprechen.

Darauf hoffe ich als unverbesserlicher Optimist.

Herzlichst bis zum nächsten Mal.

Ihr Hubi Oetterli

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