Kundeninfo vom Februar 2009
Liebe Geschäftsfreunde
Vorhersagen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen…
Dieser Kalauer fällt mir ein zur Wirtschafts- und Finanzkrise. Was immer auch passiert auf diesem Globus, im Nachhinein gibt es jede Menge von Propheten, die es kommen sahen. Vielleicht gab es sogar solche, die es wirklich kommen sahen, aber auf die wurde nicht gehört. Und immer noch spielt die Musik auf der Titanic 09. Wenn marode Unternehmen Steuergelder erhalten, nachdem sie grobfahrlässig gewirtschaftet haben, so muss doch der Staat dies an Bedingungen knöpfen. Sollte man eigentlich meinen. Wer Durchschnittssaläre (inkl. Lehrlinge) von 300'000.- bei CS & UBS normal findet, muss als Irrlicht bezeichnet werden. Boni soit qui mal y pense!
Bin ich jetzt der „Allerweltskerl“, der alles immer besser gemacht hätte, immer eine Lösung bereit hält…? Nein, oder vielleicht doch? Eine konservative Einstellung mit Bodenhaftung hätte einen grossen Teil dieses ganzen Schlamassels verhindert, es hat ein paar Gründe, die man beim Namen nennen muss: Gier, fehlende Ethik, Egoismus, unehrliches Verhalten, Konsum auf Pump. Dazu unfähige Politiker. Die Grundsätze, nach denen meine Generation noch erzogen wurde, gingen in den letzten Jahren immer mehr verloren. Jeder Franken muss erarbeitet werden. Virtuelle Transaktionen sind der Anfang vom Ende. Gerade am Beispiel unseres KMUs – und davon gibt es noch tausende in unserem Land – zeigt sich, dass man mit einer seriösen Geschäftspolitik auch als Kleiner überleben kann. Wie oft wurden wir mitleidig belächelt mit unserem „Kontor“, ein „fossiles Fabriggli“ oder ein „Food-Ballenberg“ waren Uebernamen, die ich oft zu hören bekam. Gibt es den Oetterli noch? Ich soll mit einer grössern Firma fusionieren, Angebote lagen schon auf dem Tisch, oder dann wenigstens aussiedeln, ein modernes Gebäude auf der grünen Wiese würde unser Unternehmen auf Vordermann bringen… Beratungsresistenz und Selbstbewusstsein sind Gaben, die Gold wert sein können. Ich habe noch nie ein Fondspapier gezeichnet, keine Optionen und Derivate erworben. (Leider nur ein paar UBS, CS und Swisslife Aktien, so genannte „Blue Chips“, die heute noch einen Pfifferling wert sind.)
Trotz Kapselsystemen (Marktanteil CH 15 %!) und zollbefreiten Essigimporten konnten wir unsere Produktionsmengen im vergangenen Jahr steigern und ins neue Jahr sind wir gut gestartet. Das verdanken wir unserem grossen, treuen Kundenkreis, unserem Team von engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer offenen
und ehrlichen Geschäftspolitik. Bei unserem Geschäftspartner SCHOENI steht es auf den Camions: nid lavere, lifere! Und schon im Jahre 07 hatten die einen Slogan: „Yes, we can!“
Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit auch in diesem Jahr.
Mit freundlichen Grüssen
Hubi Oetterli & Team


