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Kundeninfo vom Juni 2007

Liebe Geschäftsfreunde

Politalltag in der Schweiz. Ruth Humbel Näf ist eine ganz normale Politikerin und als Direktionsmitglied von Santésuisse engagiert sie sich in der Gesundheitspolitik. Sie hat den Vorschlag zur Diskussion gebracht, wonach übergewichtige Leute, die sich gesundheitsschädigend verhalten, im Krankheitsfall mit einer höheren Franchise (Selbstbehalt) behaftet werden könnten. Und was ist passiert? Ein Sturm der Entrüstung geht durch die schweizerische Eydgenossenschaft, wo 2007 auch ein Wahljahr für die Bundesparlamente ist. Selbst die „bürgerliche“ Partei von Nationalrätin Humbel, die CVP, distanziert sich von ihr und will auf das Thema erst gar nicht eingehen. Dafür wurde die Frau anonym mit über 30 Morddrohungen eingedeckt!

Wo leben wir eigentlich? Warum will sich heute niemand mehr politisch engagieren? Sesselfurzer, gute Conférenciers, Wischiwascher und Polarisierer/Innen, sie stellen heute den grössten Anteil in den Parlamenten, machen Karriere, von den Gemeinden über die Kantone bis zum Bund. Unverbindlichkeit ist angesagt, so hat man Erfolg. Ausnahmen gibt’s, aber sie sind leider sehr selten.

Und die Exekutive? Auch hier fast nur Ränkespiele, Prestige, mediengerechtes Marketing, Selbst-darstellung. Das Kollegialprinzip gilt nicht einmal mehr unter Bundesräten/Innen der gleichen Partei. Beispiel 1. Augustfeier auf dem Rütli. Man kuscht vor den rechten Chaoten, Gründe, Argumente und Ausreden sind so vielseitig wie die Wahlprospekte, aber ein Armuts-zeugnis ist es auf jeden Fall, wenn an diesem geschichtsträchtigen Ort keine Bundesfeier mehr abgehalten werden kann.

Noch ein paar Beispiele schweizerischer Volks-anlügerei: Die Neat kommt jetzt nach neuesten Zahlen gerade auf 24 statt 15 Milliarden Franken zu stehen, der Endausbau verschiebt sich um weitere sechs Jahre und an der Grenze zu Italien wird der ganze Güterverkehr dann auf die Strasse umgeladen.

In Zürich haben die 1. Mai Vandalen einen neuwertigen BMW in Brand gesteckt, das Fahrzeug war im Gebrauch einer Sozialhilfeempfängerin aus Tunesien, über einen Mittelsmann geleast. Die Dame bezieht mtl. 4'800.- Sozialhilfe. 9000 Sozialhilfebezüger kosten die Stadt Zürich jährlich 280 Mio. Franken, die Sozialhilfe-Detektive haben nur eine stark einge-schränkte Ermittlungskompetenz und dennoch 300 Fälle von Missbrauch festgestellt. Frau Monika Stocker als Vorsteherin des Sozialamtes klagt über Angriffe auf ihre Beamten durch die Presse!

Genug der „Lügengeschichten“. Seien wir doch froh, als KMU auch im 112. Geschäftsjahr überhaupt noch Bruttosozialprodukt herstellen zu dürfen, ohne dass uns dies eine staatliche Instanz verbietet.

Herzlichst bis zum nächsten Mal Ihr Hubi Oetterli

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