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Kundeninfo vom Februar 2006

Liebe Geschäftsfreunde

Da habe ich ganz gut zugehört, als unser Bundespräsident seine Neujahrsansprache an die lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger hielt. Ein Satz ist mir immer noch präsent: man solle sich als Bürger in die Politik einmischen.

Nach all den Aufmunterungen und der Zustimmung, die ich in jüngster Zeit in Sachen Kundeninfo-Statements entgegennehmen durfte, könnte ich hier ja gleich den Anfang machen. Am 16.1. hat Herr Moritz Leuenberger Massnahmen gegen Feinstaub angekündigt, und das ist gut so. Nur sollten diese etwas drastischer ausfallen. Russfilter-Obligatorium ab sofort für alle Fahrzeuge inkl. Traktoren und Baumaschinen, Nachrüstung ist möglich, es ist höchste Zeit! Natürlich liegt es nicht allein am Verkehrsminister, da müssten alle vernünftigen Leute dahinter stehen.

Wir hatten auch bereits ein erstes Frust-Erlebnis mit einem Import von Wein, der wegen Formularmängeln an der Grenze zurückgewiesen wurde. Die ganze Geschichte mag ich hier nicht erzählen, aber ich möchte Sie warnen: probieren Sie nie an einem Freitag, in Bern einen Beamten der Oberzolldirektion oder des Bundesamtes für Landwirtschaft zu erreichen. Alles, was Sie am Telefon zu hören bekommen, ist Warteschleifen-Musik, und auch Faxe und Mails wird man Ihnen an einem Freitag nicht beantworten! Und Herr Deiss beklagt gerade, dass man das Landwirtschaftsland in Galmiz – willkürlich umgezont - nicht zubetonieren konnte. Und die Schweiz als Wirtschaftsstandort gemieden wird. Könnte es ev. andere Gründe geben? Das Bildungsniveau (Pisa!) oder hatte der Investor schon etwas gehört von Auflagen und Vorschriften für Unternehmen in diesem Land?

Der Kanton Solothurn macht gerade eine Kataster-Erhebung. Wir haben die Pflicht, über Altlasten Auskunft zu geben, eine Herkules-Aufgabe, wurden uns doch ein paar Dutzend Formulare zum Ausfüllen zugestellt und gleich auch die Liste der Mieter unserer Liegenschaft bis ins Jahr 1975 aufgelistet. Bisher glaubte ich, dass es so etwas nur in der DDR gegeben hat. Nun ist meine Frau während mehreren Arbeitstagen vollauf mit den Nachforschungen und dem Ausfüllen von Formu-
laren beschäftigt, man hat uns immerhin eine Fristverlängerung zugestanden.

Eigentlich wollte ich Ihnen dieses Mal an dieser Stelle positive Nachrichten übermitteln. Ich versuche es im Innern dieser Nummer.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr Hubert Oetterli

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