Kundeninfo vom November 2005
Liebe Geschäftsfreunde
Diesen Leserbrief entnehme ich der BauernZeitung. Lassen Sie sich vom ironischen Titel nicht verführen und lesen Sie ihn genau, der Verfasser spricht mir aus dem Herzen. Weitere sechs Bauern haben sich in der Ausgabe vom 21.10. sehr engagiert zu diesem Thema geäussert. Es ist unglaublich, was in unserer Politik so abläuft. Der Rudolf Merz war ein äusserst kritischer und engagierter Ständerat. Darum wurde er als Hoffnungsträger in den Bundesrat gewählt. Aber auch bei ihm gab es wie so oft eine 180°-Kehrtwendung nach der Wahl. Unsere Exekutiven kümmern sich einen Deut um die echten Probleme und um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Als Finanzminister schlägt Herr Merz eine „Vereinfachung“ bei der Mehrwertsteuer vor, nur noch einer an Stelle von drei Steuersätzen. Und wo liegt das Problem? Es sind die Schikanen beim Vollzug dieser Konsumentensteuer, jeder, der schon eine Mwst-Revision hinter sich hat, kann es bestätigen. Die drei Steuersätze können im Computerzeitalter problemlos bewältigt werden. Aber die Absicht, die hinter der Schaffung eines Einheitssatzes steckt, ist ganz klar eine andere, dem Bund würde dies Mehrerträge in Millionenhöhe einbringen.
Bauern sind Kleinunternehmer. Ohne KMUs geht es nicht. Es ist höchste Zeit, dass die Politiker dies merken, bevor es zu spät ist. Und bitte, liebe Bauern, zeigt alle etwas mehr Zivilcourage. Dem Landwirtschaftsminister bei der Olma Eröffnung ein Säuli in die Hand zu drücken und bei seiner widersprüchlichen Rede noch Höflichkeitsapplaus zu spenden, ist absolut fehl am Platz.
Das findet Ihr Kleinunternehmer
Hubi Oetterli


