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Kundeninfo vom August 2005

Liebe Geschäftsfreunde

„Ich sorge mich um die KV-Stifte, wir müssen schnell handeln“ – dieser Satz stammt von Frau Ursula Renold, BBT (Bundesamt für Berufsbildung und Technologie), sie hat ihn in der Sonntagszeitung vom 3. Juli 2005 ausgesprochen, man macht sich Sorgen in Bern! „Die Lehrlinge, Betriebe und Schulen brauchen eine Entlastung“. Die Rede ist von dieser unsäglichen KV-Reform. Irgendwo hat irgendwer das irgendwann in Kraft gesetzt. Das BTT war federführend. Ein neues Behinderungsgesetz. Ich habe, als dieser Unfug publik wurde, bereits an dieser Stelle vor den Folgen gewarnt, die dieses neue Bürokratiegesetz nach sich ziehen wird. Aber kein Gewerbeverband, kein(e) Politiker/in, keine Branchenorganisation hat irgend etwas unternommen. Für einen Kleinbetrieb ist es daher gar nicht mehr möglich, Lehrlinge auszubilden, die Schikanen und Hindernisse sind viel zu gross und eine gute Ausbildung ist nicht mehr gewährleistet. Dabei hatte die Schweiz vorher mit dem KV Modell 3 Jahre Lehre Typ R oder S, 2 Jahre Detailhandelsangestelle ein bewährtes System, um das man uns im Ausland beneidet hat. Viele unserer ehemaligen Lehrlinge stehen heute erfolgreich in verantwortlichen Positionen.

Aber weil wir zu viele Beamte haben, müssen bewährte Einrichtungen immer wieder geändert werden. Jetzt heisst es natürlich, wir hätten zu wenig Lehrstellen. Oder zu viele Leer-linge? Nein, wir haben eine Behinderungspolitik, und das führt dazu, dass Ausbildungsplätze nicht geschaffen sondern abgeschafft werden. Auch bei uns ist dies der Fall. Ob wir je wieder Lehrlinge ausbilden werden? Wenn die Krokodilstränen von Frau Renold trocken sind und man sich im BTT ev. auf bewährte Modelle zurückbesinnt, wenn wir endlich Leute in die Parlamente delegieren, die aus Wirtschaft und Gewerbe kommen und die sich in dieser Sache engagieren, dann könnte dieser Fall vielleicht wieder eintreten.

Am 15. Juli stosse ich auf eine Meldung im Tages Anzeiger: 600 Bundesbeamte haben einen Nebenjob. Wenn Sie den Artikel im Innern lesen, so werden Sie sich vermutlich auch fragen, ob Sie sich noch im richtigen Film, im früheren Demokratievorzeigestaat Schweiz befinden...

Mit hoffnungsvollen Grüssen kurz nach dem Nationalfeiertag


Ihr Kleinunternehmer Hubi Oetterli

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