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Kundeninfo vom Oktober 2004

Liebe Geschäftsfreunde

Auch auf das letzte Kundeninfo gab es viele Reaktionen, darunter auch eine kritische. Was wohl der Hubi Oetterli schreiben würde, wenn es am Classic Open Air einen Unfall mit Verletzten oder gar Toten geben würde und man der Gebäudeversicherung Vorwürfe machen würde wegen Unterlassung der Aufsichtspflicht? Sicher ein Thema, das man nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Auch ich mache mir beim Besuch grosser Veranstaltungen immer meine Gedanken. Das letzte Mal war es am 17. August beim Besuch des Circus KNIE. Wenn da am Schluss der Vorstellung über 3'000 Personen auf dem schmalen Weg vom Zelt bis zum Vorplatz Rythalle gehen müssen – es gibt keine Fluchtwege auf dem umzäunten Areal – dann kann man nur hoffen, dass nicht ein Raubtier ausbricht, die Panik könnte verheerende Folgen haben. Aber das Risiko ist immer dabei. Nun habe ich erfahren dürfen, dass Dino Arici mit den Verantwortlichen der Gebäudeversicherung einen Konsens gefunden hat und dass die Busse von 800.- nicht bezahlt werden musste und das finde ich gut so. „Me muess halt rede mitenand...“ Der Kernpunkt meines Statements bleibt aber bestehen: Dino Arici muss als Initiator und Mäzen des Classic Open Air immer wieder mit vielen Schwierigkeiten kämpfen, ihm gehört meine grosse Anerkennung für sein Engagement.

Im Innern dieses Infos finden Sie einen Leserbrief unter dem Titel „Dicht besiedelt“, ich bin in der NZZ am Sonntag darauf gestossen und fand ihn so lesenswert, dass ich ihn Ihnen nicht vorenthalten möchte. In diesem Zusammenhang spendete ich Prof. Hans W. Popp (den Buchstaben P finde ich hier besonders wichtig!) Beifall, sandte ihm eine Kostprobe Kaffee und einige Kundeninfos. Seine Reaktion hat mich gefreut: „Gut, dass es noch Leute wie Sie mit gesundem Menschenverstand gibt, die sich für das Gemeinwohl einsetzen...“ Dabei sollte es doch allen klar sein: 1850 betrug die Weltbevölkerung eine Milliarde Menschen, heute sind es über sechs Milliarden. Wenn da Politiker aufrufen, mehr Kinder zu zeugen, um unsere Probleme mit Wachstum zu lösen, dann haben sie noch gar nichts begriffen. Die Ressourcen könnten schneller verbraucht sein, als uns gewisse Experten weis machen. Handeln wir verantwortungsvoll, bevor es zu spät ist.

Herzlichst bis zum nächsten Mal Ihr Hubi Oetterli

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